Achten Sie unbedingt darauf, dass das Gemälde, das Sie kaufen möchten, ein handgemaltes Ölgemälde ist. Heutzutage werden gerne auch gedruckte Bilder, sogenannte "Artprints", als Ölgemälde verkauft. Diese Art der Herstellung, nämlich das Drucken des Gemäldes auf Leinwand mit Hilfe eines Tintenstrahlplotters, hat mit Malerei rein gar nichts mehr zu tun, auch wenn manche Artprints nachträglich noch per Hand etwas nachgemalt (retuschiert) werden, um ihnen den Anschein von handgemalten Ölgemälden zu geben. Bei Artprints wird das gleiche Motiv wieder und wieder ausgedruckt, jeder Druck gleicht dem anderen aufs Haar genau.
Dagegen sind handgemalte Ölgemälde wahre Unikate, kein Gemälde gleicht dem anderen, selbst dann wenn ein Motiv mehrmals gemalt wird, sieht jedes Gemälde anders aus, kleine Unterschiede sind immer ersichtlich. Jedes Ölgemälde ist ein einmaliges Kunstwerk. Kaufen Sie daher nur handgemalte Ölgemälde.
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Schlußfirinis
Lassen Sie das Gemälde, dass Sie gekauft haben, gleich vom Verkäufer, am besten noch vor dem Aufspannen auf Keilrahmen (mehr zu diesem Thema im nächsten Kapitel) mit einem Schlußfirnis versehen. Der Schlußfirnis ist ein Schutzanstrich, der das Gemälde konserviert und die Farben zur vollen Entfaltung bringt. Gleichzeitig schützt ein Schlußfirnis die Farben des Gemäldes vor Sonnen- bzw. UV-Strahlung und somit vor Ausbleichung und vor äußerlichen Einflüssen. wie z.B. Staub, Wasserdampf etc. Den Schlußfirnis gibt es in matt und glänzend, wobei es hier keine Vorgaben gibt, welches Schlußfirnis für ein Ölgemälde besser geeignet ist. Ob Sie den Schlußfirnis in matt oder in glänzend nehmen ist reine Geschmackssache, und somit ist die Wahl nur Ihrem eigenen persönlichen Geschmack überlassen.
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Gerolltes oder aufgespanntes Gemälde
Gemälde werden entweder ungespannt, d.h. als gerollte Leinwand, oder aufgespannt, d.h. bereits auf Keilrahmen gespannt, zum Kauf angeboten. Das Aufspannen des Ölgemäldes auf einen Keilrahmen ist in der Regel Voraussetzung dafür, um das Gemälde überhaupt aufhängen zu können, oder um es anschließend noch mit einem Bilderrahmen zu versehen.
Ein Keilrahmen (auch Spannrahmen genannt) ist ein Rahmen aus Holz, meistens aus Fichte, Kiefer oder ähnlich weichem Tannenholz, und besteht aus vier Keilrahmenschenkeln, die so gesägt und gefräst wurden, dass sie sich passgenau zu einem Rahmen zusammenstecken lassen. Der Keilrahmen dient dazu, das Ölgemälde zu spannen. Dazu wird die Leinwand des Gemäldes um den Keilrahmen gelegt und mit Hilfe eines Tackers an diesem befestigt. Anschließend wird das Gemälde auf Spannung gebracht. Dies geschieht, indem der Keilrahmen in den Ecken aufgekeilt wird, dass heißt es werden Holzkeile in die dafür vorgefrästen Nuten getrieben. Dadurch weitet sich der Keilrahmen und das Ölgemälde wird gespannt. Falls das Gemälde mit der Zeit an Spannung verliert, kann es später jederzeit problemlos nachgespannt werden, indem die Keile vorsichtig etwas nachgeschlagen werden.
Beim Kauf eines Gemäldes sollten Sie darauf achten, ob im Preis für das Gemälde bereits das Aufspannen des Gemäldes auf Keilrahmen mit enthalten ist, oder ob der Aufspann-Service extra berechnet wird.
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Gemälde-Kauf ist Vertrauenssache
Der Kauf eines Gemäldes ist eine Sache des Vertrauens. Achten Sie beim Kauf eines Gemäldes unbedingt immer auf diese Möglichkeit, bei Nichtgefallen des Gemäldes, dieses unkompliziert zurückgeben zu können.
Schlußendlich sollten Sie beim Kauf eines Gemäldes auch immer auf die Höhe der Versandkosten achten. Was nützt es Ihnen, wenn Sie Gemälde zu einem sehr niedrigen Preis kaufen können, und dann bei den Versandkosten doppelt und dreifach draufzahlen? Einige unseriöse Anbieter, unter anderem auch aus dem europäischen Ausland, oder mittlerweile sogar aus Asien, arbeiten gerne nach diesem Prinzip.
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